Aufmaß

Diesen Begriff gibt es in der Schneiderei nicht! Wir nennen den ersten Schritt der Produktion: Maßnehmen.

Beim Maßnehmen wird der Kunde sprichwörtlich nach allen Regeln der Kunst vermessen. Körpergröße, Oberweite, Taillenweite, Hüftweite und Ärmellänge nennt man die 5 Hauptmaße. Diese würden bereits ausreichen, um unter Zuhilfenahme von Maßtabellen der Konfektion ein Sakkomodel zu erstellen. In der Maßschneiderei misst man am Kunden auch noch die so genannten Hilfs- und Kontrollmaße, somit wird eine individuelle Anpassung an den Körper des Kunden gewährleistet. Auch auf die körperlichen Besonderheiten, vorstehende Schulterblätter oder geneigte Haltung, wird Rücksicht genommen. Diese erkennt das geübte Auge, und das Maßnehmen dient nur noch einer Umsetzung in Zahlen. Nach Ermittlung der 5 Hauptmaße und ca. 15 Hilfsmaße ist der Modelmacher in der Lage ein zweidimensionales Schnittmuster zu konstruieren, das sog. Model.

Das fertige Model wird auf den ausgebreiteten Stoff möglichst Platz sparend ausgelegt, übertragen und zugeschnitten. Der Reststoff wird bereits hier für alle Kleinteile des Anzugs wie z.B. Patten, Gürtelschlaufen, Oberkragen etc. eingeteilt. Dann wird der Anzug an die einzelnen Schneider, die Sakko, Hose und evtl. Weste anfertigen, weitergeleitet.

 

 

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